Bericht Schüleraustausch Tscheboksary – Weilburg 20.08.-31.08.2018

12 Schüler und Schülerinnen haben sich mit ihrer Lehrerin auf die über 3.000 km weite Reise von der russischen Großstadt Tscheboksary an der Wolga im Gebiet Tschuwaschien ins schöne Weilburg gemacht und mit ihren neuen Freunden am GPW  Schulalltag, Familienleben und auch schöne Ausflüge erlebt.

Gemeinsames Gruppenfoto in Weilburg

Sie wurden am ICE-Bahnhof herzlich von ihren Gastgebern und der betreuenden Russischlehrerin am GPW empfangen. Gleich am nächsten Tag ging es in die Schule, wo die Gäste durch den Schulleiter und mit musikalischer Untermalung durch die Philippinum Voices herzlich begrüßt wurden.

Angeregte Gespräche im Unterricht

Zuvor lernten sich die Austauschpartner schon im gemeinsamen Unterricht kennen und tauschten spielerisch Informationen aus über sich und ihre Schule und Heimatstadt und Region.

Dann ging es ins Stadtzentrum, wo sie durch den Bürgermeister im Bergbau- und Stadtmuseum willkommen geheißen wurden. Dabei wurde betont, wie wichtig Begegnungen der Jugendlichen aus verschiedenen Ländern für gegenseitiges Verständnis und friedliches Miteinander sind, gerade in schwierigen Zeiten wie heute.

Es folgte eine Führung durch das Weilburger Schloss und eine Stadtrallye in gemischten Gruppen, die von den Schülern Kooperation und Kommunikation verlangte.

Im gemeinsamen Unterricht arbeiteten die Schüler miteinander an verschiedenen Themen wie Schule und Familienleben in Deutschland und Russland, Sprichwörter-Spiel in beiden Sprachen, Quiz zu Landeskunde. Das Thema Minderheiten/Russlanddeutsche wurde in Präsentationen, Gesprächen und einem Wissensspiel vertieft. Am Gymnasium und in der Stadt Weilburg sind viele Russlanddeutsche, auch in Tscheboksary gibt es eine deutsche Bevölkerungsgruppe, von der die Gäste uns berichteten.

Neben Unterricht und Familienleben wurden den Gästen auch Sehenswürdigkeiten der Umgebung gezeigt, wie die Kubacher Kristallhöhle, der Limburger Dom sowie die Marburger Altstadt, in der der russische Universalgelehrte Lomonossov im 18. Jahrhundert studierte und seine Frau kennenlernte. In Wetzlar wurde das moderne Leica-Werk besucht, bei einem Ausflug nach Gießen erkundeten die Schüler begeistert das Mathematikum.

Sportliche Aktivitäten wie Tanzen beim Weilburger Tanzverein Blau-Orange, Bowling in Limburg und gemeinsame Sport- und Musikstunden am GPW machten allen viel Freude und vertieften die Freundschaften ebenso wie ein Kunstworkshop und  gemeinsames Kochen in der Gaslehrküche der Weilburger Stadtwerke.

Am Wochenende in den Familien fanden unterschiedlichste Aktivitäten statt, von Tretbootfahrten auf der Lahn über Einladung zur Geburtstagsfeier bis hin zu Kletterpark und Städtetouren, und alle sammelten viele verschiedene Eindrücke.

Ausflug nach Frankfurt

Deutsche und russische Schüler trafen sich auch in der Freizeit, zum Beispiel im Schwimmbad oder zum Sport, und die Verständigung klappte prima. Am Philippinum wird Russisch als 3. Fremdsprache unterrichtet und ist nicht zuletzt dank des durch das Goethe-Institut geförderten Austauschprogramms populär. Die russischen Schüler lernen Deutsch mit großer Begeisterung, einige von ihnen waren nicht zum ersten Mal in Deutschland. Einige Schüler des GPW, die zu Hause auch Russisch sprechen, konnten ihre Sprachkenntnisse einmal voll zur Geltung bringen und die Mitschüler so unterstützen.

Durch das Internet ist das Kontakthalten heute kein Problem mehr und alle freuen sich bereits sehr auf den Gegenbesuch in Tscheboksary 2019! Unser Dank geht an das Goethe-Institut, das diese Begegnungen ermöglicht, und an all die anderen Unterstützer dieses Austausches sowie die vielen Lehrerkollegen, die in vielfacher Weise zum Gelingen des Austausches beigetragen haben.

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