Archiv für den Monat: Januar 2020

Hausaufgabe: Was ist Heimat für mich?

Zum Schluss mussten wir noch Hausaufgaben machen. Typisch – Aber die Texte lohnen sich!

Wir haben im Kurs viel über das Thema Heimat gespochen und uns dazu Gedanken gemacht. Heimat ist heute ein schwieriges Thema.

 Heimat ist ein Ort, an dem du fühlst, dass alles um dich herum „dein“ ist, vertraut. Das ist meine Kinderheit und mein Zuhause und meine Erinnerungen. Das sind meine ersten und aktuellen Freunde und andere Menschen, die ich unterwegs getroffen habe. Heimat ist nicht nur mein Geburtsort, sondern auch mein Studienort. Heimat ist ein Geruch von Morgen, Straßen und Zügen. von Marina

 

 

Ich wurde in der Stadt geboren wurde und habe das ganze Leben dort gewohnt , aber ich assoziiere das Dorf, wo meine Eltern geboren wurden und  meine Großeltern immer noch wohnen, mit Heimat. Als ich Kind war, habe ich fast jeden Sommer und die Ferien dort verbracht. Und dieses Gefühl der Freiheit, des Glücks und besonders der Unbesorgtheit verbinde ich mit  Heimat und mit diesem Ort. Der Geruch von einem frischgebackenen Brot, geschnittenem Gras und frischer Luft, meine Familie und Freunde, meine Verwandten, mit denen wir uns dort treffen, und ich kann unendlich diese Reihe fortsetzen. Aber sie sind das Erste, woran ich denke, wenn ich das Wort Heimat höre. Von Alina

Was ist Heimat für mich? Das ist meine Familie und meine Freunde. Mein Heimat ist dort, wo meine geliebten Leute sind. Natürlich, mein Heimatland ist Russland. Zum Beispiel  wohnen dort meine Eltern und Geschwister, meine Oma, Tante und zwei Cousinen. Dort ist meine Heimat. Aber in Deutschland wohnt meine Familie auch: mein Onkel, seine Ehefrau und mein Cousin und Cousine. In Deutschland ist auch meine Heimat. Viele meiner Freunde wohnen in Krasnojarsk, aber hier habe ich viele neue Freunde kennengelernt. Das bedeutet, dass ein Teil meiner Heimat  in verschiedenen Städten  sein wird. von Darja Iljina

 

„Heimat“ ist kein Land  und keine Stadt für mich, sie ist ein Seelenzustand, den man nicht genau beschreiben kann.  Ich habe ein solches Gefühl, wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, wenn ich Rosen rieche, weil meine Oma sie gepflanzt hat, oder wenn ich Pfannkuchen esse, weil meine Mutter jeden Sonntag sie gebacken hat. „Heimat“ ist rote Farbe, Menschen, mit denen ich gemeinsame Erinnerungen habe, Miauen meiner Katze in der Nacht, Geruch der frischen Bettwäsche und die Augen meiner Mutter.  Wenn ich über die Heimat nachdenke, fühle ich mich traurig, aber gleichzeitig angenehm. Von Katja (Ekaterina)

Heimat ist für mich etwas, dass  wirklich nicht mehr da  ist. Ich benutze dieses Wort sehr selten. Aber ich denke, dass ich eine Heimat hatte, als ich ein Kind war. Der Geruch von meinem Haus in meinem kleinen Dorf, das Geräusch von Bäumen im Wind, meine Eltern und meine Oma… Aber jetzt wohne ich in einer anderen Stadt, vieles davon war doch vergessen und verloren. Nur einige Erinnerungen bleiben noch. Und ich fühle mich in der Heimat nur bei meinen Freunden und in meiner Wohnung. von Alexander

Russland ist so groß und es gibt viele verschiedene Menschen in allen Teilen des Landes, die  sich sehr bedeutend voneinander unterscheiden. Deshalb kann ich nicht das ganze Land als meine Heimat bezeichnen, aber ich kann die Regionen, wo ich aufgewachsen bin als meine Heimat nennen. Es ist ein Gefühl der Verbindung mit Menschen, Traditionen, Natur und Orte der Region, die mich beeinflusst haben. von Nikita Tscherwiakow

Was ist Heimat?
Für ein ganz kleines Kind sind es die Eltern und Großeltern; die Wohnung/das Haus, in der/dem man wohnt; die Gerüche und die Stimmen, die man um sich hat.
Dann wird ein Kind größer: es geht in einen Kindergarten und später in eine Schule, seine Perspektive wird größer und es geht dann wohl um das Stadtviertel, das Haus von Oma im nächsten Dort, die Freunde.
In der Schule setzt sich der/die Jugendliche mit solchen Begriffen wie „Geschichte“, „Kultur“, „Patriotismus“ auseinander, seine Meinung ist aber noch von der der Erwachsenen geprägt.
An der Uni wird man schon kritischer: man versucht diese Begriffe auf eine eigene personifizierte Art zu definieren.
Als ein Papa oder eine Mama nimmt man wohl die Heimat als ein Ort, wo man geschützt ist und wo Kinder eine gute Zukunft haben…
Ich glaube, dass die Heimat ein Ort mit eigener Geschichte, eigener Kultur, eigener Dynamik ist, in dessen Richtung man immer hinschaut, egal, wo man auf der Erde oder sogar im Universum ist. von Julia

Heimat ist für mich kein Ort und kein Land. Heimat bedeutet Menschen und die Atmosphäre, die sie schaffen. Heimat ist, wo ich die Sprache verstehe und frei spreche, wo ich mit Leute kommunizieren kann und meine Meinungen mitteilen darf. Ich bin davon überzeugt, Heimat ist Freiheit, Verständnis und Sicherheit. von Alexandra Golubeva

 

Die Heimat ist für mich nicht unbedingt mit dem Land verbunden. Für mich persönlich ist die Heimat der Ort, wo ich akzeptiert und geliebt werde. Ich bin in Tschetschenien, in einer kleinen Republik im Nordkaukasus in Russland geboren und meine Familie musste gleich nach meiner Geburt vom Krieg nach Kemerowo fliehen. Das Problem ist, dass unsere  Sprache nur teilweise in der Familie gesprochen wurde, deshalb habe ich meine „Muttersprache“ etwas vergessen. Und immer wenn ich nach Tschetschenien komme, fühle ich nicht, dass ich zu diesem Ort gehöre, weil die Werte sich ganz schön unterscheiden. Also war die Frage der Identität für mich immer wichtig. Ich habe so eine Entscheidung getroffen, dass meine Heimat nämlich dieser Ort ist, wo jemand auf mich wartet und wo ich verlässliche Freunde habe.  von Emin Isaev. 

Heimat ist für mich mein Geburtsort. Dort bin Ich aufgewachsen, wo mir alles vertraut ist. Ich verbinde Heimat mit meiner Kindheit, meinen Eltern und meinen Freunden. Ich verbinde Heimat mit der Gasse, entlang der ich in meiner Kindheit  spazieren ging.

 

Heimat ist der Ort wo Ich mich sicher und geborgen fühle. Heimat ist für mich der Ort wo Ich friedlich, ruhig und mich entspannt fühle. von Vlasova Elena

Es ist sehr schwierig für mich zu antworten, was Heimat für mich persönlich bedeutet, weil meine Familie und ich sehr oft umgezogen sind. Vielleicht einige Assoziationen und Erinnerungen an meine Kindheit, wie Schnee zum Beispiel. Es gibt so viel Schnee in Sibirien und ich kannmir  kaum vorstellen, wie man den Winter fast ohne Schnee leben kann. Eine andere Assoziation mit der Kindheit sind Bücher, es gab immer viele Bücher in unserem Haus und seit ich mit 3 Jahren das Lesen gelernt habe, fühle ich mich immer zu Hause, wo es Bücher gibt. Die Heimat ist für mich also definitiv kein Ort, sondern ein Gefühl.  Von Uljana

Kein Mensch kann ohne Heimat Leben. Und jeder hat sein eigenes heimatverständnis. Für mich ist Heimat ein Ort, an dem ich mich wohlfühle und an den ich immer zurückkehren möchte. Auch sind es Menschen, die mir nahe stehen, Familie und Freunde. von Alexandra

Was ist Heimat für mich? «Was ist Heimat?» – das ist eine komplizierte Frage für jede Mensch. Jemand nennt die Heimat das Land, in dem er geboren wurde. Jemand – ein Land, in dem er Frieden gefunden hat. Für mich die Heimat ist nicht konkreter Ort. Heimat ist ein Ort, an dem du fühlst, dass alles um dich herum „dein“ ist, vertraut. Und das alles sollen nicht wohlgefällig oder gut sein. Heimat ist ein Ort, an dessen Schicksal du nicht gleichgültig bist. Nur die wahre Heimat wirst du trotz Ihrer unansehnlichen und manchmal sogar schrecklichen „Gesicht“lieben. Mit der Heimat freust du dich, mit der Heimat bist du stolz und mit der Heimat weinst du und trauerst. Meine Heimat ist meine Straße; die Stadt, in der ich ganze kindheit gelebt habe, und die Stadt, in der ich studiert und jetzt lebe. Ich kann die Heimat der Wolga nennen, wo ich liebte und liebe, nicht nur zu Baden, sondern auch eine schöne Zeit zu verbringen. Meine Heimat ist mein Russland: so verständlich und so noch unbekannt.
 
von Arsenian Marina
 

 

Eine Woche in Frankfurt: Vielen Dank für den schönen Kurs!

Das war unser Kurs! Wenn ihr den Blog anschaut, werdet ihr tolle Texte finden, die wir geschrieben haben. Es hat viel Spaß gemacht und wir nehmen alle „etwas mit nach Hause“. Vielleicht ist Fankfurt ein bisschen Heimat geworden? Das wäre schön.

Viel Glück und viel Heimat im Herzen, das wünscht euch euer Lehrer Dietmar

Mainz und Wiesbaden: Auf den Spuren von Gutenberg und Dostojewski

Am 13.12 sind wir in zwei andere Städte gefahren, die sich in der Nähe von Frankfurt befinden: zuerst nach Mainz und dann nach Wiesbaden. Als erstes möchte ich sagen, dass ich während der Fahrt in der Bahn etwas mehr erfahren habe, wie die öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland funktionieren, vorher hatte ich gar keine Ahnung.
Als wir nach Mainz angekommen sind, sind wir sogleich in das Gutenberg-Museum zu Fuß gegangen und dort haben wir ganz viele interessante Sachen gelernt, z.B.  wie das war vor Gutenberg, was nach Gutenberg passierte und sogar wie die Buchindustrie heute funktioniert. Außerdem wurde uns gezeigt, wie man damals mit dem Drucker von Gutenberg Bücher umging.
Wiesbaden war für mich persönlich ein ganz interessanter Ort, denn dort stammt die Geschichte von der Erschaffung des Buches „der Spieler“ von Dostojewski, einer der bekanntesten russischen Schriftsteller. Wir haben dort sein Denkmal besucht und ein paar schöne Fotos gemacht, außerdem befindet sich in der Nähe ein ganz schöner Park. Gleich danach hatten wir etwas Freizeit, um in der Stadt spazieren zu gehen, das hat mir persönlich sehr gut gefallen, denn es ist eine sehr schöne Gelegenheit, selbst die Stadt kennenzulernen und etwas neues zu entdecken. von Emin Isaev.